Buch / DVD
 

Davids junge Isländerstute Stella macht gern 'ihr Ding'. Isländer sind oft sehr kinderliebe, freundliche Pferde, die viel Rücksicht nehmen. Stella aber sieht nicht ein, auf David zu achten, geschweige denn, freudig mitzuarbeiten.

David muss in dieser Sequenz sich erst einmal bemerkbar machen und nimmt hier seinen Indivualraum ein, damit Stella ihn überhaupt wahrnimmt. Dazu geht er geradeaus auf einen Punkt am Zaun zu,  ohne sie zu beachten.

Nach und nach nimmt Stella ihn wahr und David kann sie aus dem Raumeinnehmen sogar schon einige Runden begleiten, weil sie um ihn herumläuft, statt wegzurennen oder in den Ecken herumzustehen. Der Reitplatz wäre gross genug dafür, dass Stella durchaus eigene Wege gehen könnte. Am Ohrenspiel sieht man sehr gut, dass sie noch nicht ganz überzeugt ist.
Der leichte David kann sich bereits auf die 4-jährige Stute setzen. Gerade Wildtypen wie Mérens oder Isländer machen zwar auch gern einmal Bodenarbeit, aber das Reiten draussen mögen sie oft viel lieber, weil sie schnell keinen Sinn mehr in der Bodenarbeit sehen. Gerade bei Stuten kann man das oft beobachten. Ausnahmen gibt es allerdings immer wieder.
Das klappt ja schon ganz gut, Stella lernt dem natürlichen Impuls zu folgen, auf ein Signal anzugehen. David reitet sie auf dem Platz gebisslos. Pferde reagieren  viel besser auf die feinen Gewichtshilfen ohne Gebiss. Kauen auf dem Gebiss zeigt nicht , wie oft angenommen, Losgelassenheit, sondern eher Stress. Ein Pferd ,was entspannt ist, kaut nicht.
Nun kann David schon einmal allein ums Grundstück reiten, wofür ein extra Weg angelegt worden ist. Julia reitet auf ihrer Araberstute Winnie als Begleitung mit. Es ist einfacher, das junge Pferd erst einmal folgen zu lassen, denn auch David muss sich in die Bewegung einfinden. Er hat es leichter, locker zu sitzen und die Stopps zu üben, wenn das Pferd einfach vorwärts geht.
Draussen nimmt Julia dann Stella als Handpferd mit und David kann das Stoppen üben. Stella lässt sich noch nicht gern lenken oder anhalten. Zum Anhalten werden die Beine leicht angelegt und der Oberkörper etwas nach vorn geneigt. Auch Stella reagiert natürlicherweise hierauf prompt, aber nur,wenn sie will. 
Nach einer Woche kann David die ersten Touren allein reiten und sogar traben und galoppieren. Dazu bietet sich ein  gut begrenzter Hohlweg an, der auch noch bergauf führt. Es hat sich gezeigt, dass Stella draussen besser mit Gebiss zu reiten ist, weil sie sonst ihrer Wege geht. Jedoch wird durch die bessere Beziehung und die weitere Ausbildung es möglich sein, dass David später wieder gebisslos reiten kann.