Buch / DVD
 

Warmblutmixwallach Fly ist ein schwieriges Pfed. Andrea hatte ihn mit 3 Jahren auf Anraten einer Amateurreitlehrerin gekauft und der Umgang mit Fly stellte sich für Andrea als unlösbare Aufgabe dar. Er war  für sie aggressiv, nicht führbar und der Rücken war schon völlig steif durch den zu frühen und unqualifizierten Beritt.

Mittlerweile kann sie den 5-jährigen Fly im Schritt ausreiten und möchte im Kurs lernen, ihn draussen im Gelände auch zu galoppieren.

Andrea musste erst einmal die Beziehung zu Fly klären und aufbauen, indem sie Ihren Individualraum verteidigte, er anfing, sie zu respektieren und ihn damit führbar bekam. Fly zeigte sich zuvor als nicht gut sozialisiert, d.h. er ist vermutlich zu früh abgesetzt worden und auch isoliert aufgewachsen. Zu anderen Pferden ist er sehr unsozial gewesen. Mittlerweile ist es möglich Fly mit anderen Pferden zusammen zu stellen. Andrea hat noch etwas Angst, ihn zu reiten und nimmt die Zügel sehr an. Kein Wunder, Fly hat sie vorher auf alle erdenklichen Arten getestet.

Der erste Galopp: Andrea klammert noch mit den Beinen und Fly geht noch stark auf der Vorhand. Das ist aber egal, es geht darum, dass Andrea ihre Angst überwindet und Fly sich traut, vorwärts zu gehen und vor allem nicht kämpft.

Die Zügel sind noch zu sehr angenommen, aber das verliert sich mit der Zeit, wenn Andrea mehr Vertrauen gefasst hat.

Hier reitet sie mit Ansgard auf Moki aus, mit der Fly im Kurs  auf der Weide steht. Sie sitzt schon lockerer und Fly fängt an, unterzutreten. Moki ist jahrelang nicht im Gelände galoppiert und muss wieder lernen, vorwärts zu gehen. Fly ist das Zugpferd, damit Ansgard sich ganz auf ihren Sitz konzentrieren kann, um Moki nicht zu bremsen. Im Laufe der Woche hat Andrea gemerkt, dass Fly gern mit ihr ausreiten geht, und dankbar für die Abwechslung ist.

Am Ende der Woche galoppieren Andrea und Fly munter durch den Wald. Die Beziehung zu Fly hat sich noch einmal verbessert durch das Reiten. Gerade aggressive Pferde wie Fly lieben interessanterweise das Reiten draussen mehr als die Bodenarbeit, da man sie dort schnell nerven kann. Das Reiten bedeutet Abwechslung für sie.

Als sichere Begleitung kommen hier Véronque mit ihrer Trakehnerstute Fairlane, nur am Boseil geritten, mit.