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Hier sehen wir Michaela und ihre 5 jährige Trakehnerstute Jilan beim lockeren Verladetrainging auf einem Kurs.

Jilan soll sich erst einmal mit dem Hänger vertrauensvoll aus- einandersetzen. Streßfreies Verladen gehört nicht zum natürlichem Repertoire eines Pferdes und ist deshalb ein Vertrauensbeweis des Pferdes an den Menschen.

In der ersten Phase des Trainings sollte der Mensch dem Pferd zeigen, daß die Ladeklappe ganz selbstverständlich betreten werden kann. Es ist in dieser Phase gar nicht wichtig, daß das Pferd auf den Hänger geht ,sondern es sollte nicht weglaufen wollen und ruhig vor dem Hänger stehen bleiben. Nach dem Anschnuppern beendet Michaela diese Sequenz.
Hier traut sich Jilan  auf die Hängerklappe. Das Pferd sollte immer gerade stehen vor dem Hänger und gut mit der Kruppe weichen, damit man es notfalls problemlos wieder gerade stellen kann. Wichtig ist es , daß Michela die Sequenz beendet und nicht Jilan einfach nach dem Schnuppern schnell wieder herunterläuft. Wenn dies geschieht, dann muß man das wiederholen und die Verweildauer auf der Klappe erstmal kurz halten.
Jilan überlegt:"Soll ich da wirklich reingehen?"  Michaela wartet ab - Futter gibt es nur dann, wenn das Pferd ruhig einen Moment stehen bleibt , sonst hat man den Effekt, daß das Futter genommen wird, das Pferd aber danach schnell von selbst vom Hänger verschwindet. Wichtig ist das Verweilen und das Abwarten des Pferdes, bis der Mensch es wieder vom Hänger führt.
In dieser Sequenz schaut sie schon skeptisch zum Hänger herein, die Hinterbeine stehen aber noch nicht auf der Klappe. Erst wenn das Pferd sich traut, mit allen 4 Beinen auf die Klappe zu gehen, kommt der Zeitpunkt, es ein Stück in den Hänger hineinzuführen. Diese Phase kann bei bestimmten Pferden sehr lange dauern, wichtig ist es, immer!!! Ruhe und Konsequenz zu bewahren.
Das ist nun erst der 2. te Trainingstag. Wir haben die Sequenzen immer mal wieder zwischendurch im Kurs eingeschoben. Die Pausen dazwischen sind wichtig, damit das Pferd sich gedanklich mit der Situation auseinandersetzen kann. Jilan kann sich nun überwinden ein Stück in den Hänger zu gehen  und vor allem : sie ist streßfrei dabei.

Michaela wartet kurz im Hänger, lobt und belohnt Jilan dann. Danach richtet sie wieder Jilan wieder von der Rampe herunter. Beim nächsten Mal wird sie ganz in den Hänger reingehen.

Viel wichtiger ist aber, daß sie dann auch ruhig dort stehen bleibt und nicht wieder rückwärts herausschießen will.

Hier geht Jilan problemlos in den Hänger. Das Aufsplitten in viele kleine Seuqenzen hat sich gelohnt. Jilan betrachtet das Hängergehen als eine spannende Aufgabe. Wenn man junge Pferde so an den Hänger gewöhnt, dann ergeben sich viele Probleme gar nicht erst. Natürlich gehört dazu auch, daß man rücksichtsvoll mit dem Hänger fährt.

Jilan geht nun problemlos auf den Hänger und bleibt dort ruhig stehen. Bis  Kursende wurde eine Sequenz auch mit einer schmalgestellten Wand und dem Hinterhängen der Stange wiederholt. Jilan ging später auch zügig in die schmal gestellte Wand. Die Vertrauensbasis von Michaela und Jilan ist eine wichtige Voraussetzung für ein solches Training.